Die Generation, die nicht vergehen wird: Eine Betrachtung von Matthäus 24:34

Der Olivenberg in Jerusalem, wenige Tage vor Jesu Tod: Die Jünger Jesu stellen eine Frage, die die Menschheit seit fast zweitausend Jahren bewegt: „Was wird das Zeichen für deine Gegenwart und das Ende des Zeitalters sein?“ (Matthäus 24:3). In seiner monumentalen Antwort äußert Jesus in den Versen 33 und 34 eine Prophezeiung, die gleichermaßen Hoffnung weckt und zum Nachdenken zwingt:

„Ebenso wisst auch ihr, wenn ihr alle diese Dinge seht, dass er nahe an den Türen ist. Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird auf keinen Fall vergehen, bis alle diese Dinge geschehen sind.“

Wie ist das Wort „Generation“ (griechisch: genea) zu verstehen? Warum und wie hat sich das Verständnis der Zeugen Jehovas im Laufe der Zeit entwickelt, und wie lässt sich das aktuelle Verständnis logisch verteidigen? Wer diese Fragen ernsthaft betrachtet, kommt nicht umhin, sich sowohl mit dem Text selbst als auch mit seiner inneren Logik auseinanderzusetzen.

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Die NWÜ: Kolosser 1:16 und „alles [andere]“

„Er [Christus] ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.
Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen;“ (Kolosser 1:15,16 – ELB)

Ist Jesus der Schöpfer aller Dinge? In der trinitarischen Apologetik wird oft behauptet, dass Jesus kein geschaffenes Wesen sein könne, weil Kolosser 1:16 sagt, dass durch ihn „alles“ erschaffen wurde. Doch bedeutet „alles“ (ta panta) an dieser Stelle wirklich eine absolute Gesamtheit ohne jedwede Ausnahme?

Die Neue-Welt-Übersetzung (NWÜ) wird gerne dafür kritisiert, Kolosser 1:16 zu „verfälschen“. Wie genau? Indem die Verfasser der NWÜ ein Wort „beifügen“, welches, laut Trinitariern, die Bedeutung von Kolosser 1:16 zu Ungunsten der trinitarischen Dogmatik verändert. So liest sich Kolosser 1:15,16 in der NWÜ wie folgt:

Denn durch ihn ist alles andere im Himmel und auf der Erde erschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare – ob Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Autoritäten. Alles andere ist durch ihn und für ihn erschaffen worden. (Kolosser 1:16 – NWÜ 2013)

Ist dieses „Beifügen“ von andere legitim? Oder verfälschen Zeugen Jehovas tatsächlich mit voller Absicht Gottes Wort?

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Das Verhältnis zwischen Himmel und Erde im biblischen Kontext

Ein sehr interessantes Video, das sich darum bemüht das Verhältnis zwischen dem Himmlischen (geistigen) und Irdischen Bereich, so wie die Bibel beide beschreibt bildlich darzustellen. Das Video kommt von BibleProject. Einige Videos dieser Gruppe enthalten meiner Meinung nach Irrlehren, aber dieses hier finde ich sehr gelungen.

Die Dreieinigkeitslehre (1)

Auf Anfrage hin möchte ich mich in diesem Blogbeitrag näher mit der Dreieinigkeitslehre befassen.

Dazu trug man mir einen Artikel der Webseite evangelikal.de heran (Hier der Link).

Ich werde im Zuge mehrerer Beiträge mehrmals aus diesem Artikel zitieren und mich in meiner Argumentation an den Untertiteln des Artikels orientieren.

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Die „144000“ und die „Große Volksmenge“ (Offenbarung 7)

Die Hoffnung der meisten Mainstream-„Christen“ liegt in der himmlischen Auferstehung. Alternativ haben sie die Aussicht auf etwas was man nicht wirklich als Hoffnung bezeichnen kann: ewige Strafe in der Hölle. Aber davon sprechen die wenigsten – die Hölle scheint ein peinliches Thema für sie zu sein.

Zeugen Jehovas glauben weder an eine Hölle, noch daran dass alle guten Menschen in den Himmel kommen. Tatsächlich sollten die meisten guten Menschen mit ewigem Leben auf einer paradiesischen Erde belohnt werden, und nur eine Minderheit von „hundertvierundvierzigtausend“ sollte mit ewigem Leben im Himmel belohnt werden. Mit dieser Vorstellung stehen Zeugen Jehovas tatsächlich recht alleine da. Eine derartige Heilslehre findet man sonst in kaum einer christlichen Denomination. Weiterlesen

607 v.u.Z oder 587 v.u.Z.? Das Dilemma um die Zerstörung Jerusalems

Das Jahr 607 v.u.Z ist ein bedeutendes Jahr in der biblischen Chronologie, zumindest nach der Auffassung der Zeugen Jehovas. Es markiert den Beginn von den in Daniel erwähnten 7 Zeiten, und mündet somit im Jahr 1914 u.Z. – das Jahr das für Zeugen Jehovas die Inthronisierung Jesu im Himmel markiert, ebenso wie den Anbruch der „letzten Tage“. Mit dem Jahr 607 v.u.Z. widersprechen Zeugen Jehovas jedoch der säkular gängigen Neo-Babylonischen Chronologie.

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Manipulation…

Des öfteren musste ich schon mir den Vorwurf gefallen lassen dass die Literatur von Zeugen Jehovas höchst „manipulativ“ wäre, und dass Zeugen Jehovas wohl (unbewusst?) einer Gehirnwäsche unterzogen worden seien.

Natürlich nehme ich das persönlich – bin ich etwa manipuliert worden, und wurde ich ohne es zu merken einer „Gehirnwäsche“ unterzogen?

Zuerst einmal: was bedeutet es manipuliert worden zu sein?

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Paulus und die “Apostel und älteren Männer“ in Jerusalem

Ich hatte vor kurzem einen Blogartikel von Tom Harley frei übersetzt und aufgrund der darauf folgenden Kommentare, mich dazu entschlossen den Beitrag wieder zu entfernen.

Nicht dass ich dem Beitrag grundsätzlich nicht zugestimmt hätte, nur war er mir im Endeffekt zu generell gehalten, und es fehlte ihm die Tiefe, wie die Kommentare es mir zeigten.

Und es kamen einige Kommentare! Die allermeisten habe ich nicht freigeschaltet. Wenn ich jedem bellenden Hund auf meinem Weg einen Fußtritt verpassen müsste, käme ich nicht weit.

Einen validen Kritikpunkt fand ich in Paulus, und seinen Zusammenhang mit der von mir verteidigten Sichtweise dass es eine Leitende Körperschaft der Christenversammlung im ersten Jahrhundert gab. Weiterlesen