Der Gemeinschaftsenzug (2)

Kein Thema hat die Welt in 2020 so sehr beschäftigt wie das Corona-Virus.

Weltweit sind 2020 beinahe 2 Millionen Menschen an dem Virus gestorben. Die Wirtschaft befindet sich aufgrund von zahlreichen Lockdowns in der schlimmsten Krise seit der Weltwirtschaftkrise in den 1930er Jahren. Andere Auswirkungen sind:

  • Starker Anstieg der Arbeitslosenrate
  • Insolvenz von einer großen Anzahl von Betrieben
  • Zusammenbruch der Tourismusbranche
  • Überforderung von Krankenhäusern und deren Personal
  • Exorbitante Neuverschuldung von Staaten
  • Vergrösserung der Schere zwischen arm und reich
  • Proteste und Zivile Unruhen

Letzteres findet man vor allem in den zivilisierten westlichen Gesellschaft vor, in Verbindung mit der Covid-19 Pandemie.

Dabei kann man die Bevölkerung in 3 Gesinnungsgruppen einteilen:

  1. Ein Teil der Bevölkerung hat den ernst der Lage erkannt und hält sich an Sicherheitsmaßnahmen, indem es den Kontakt zu Freunden und Verwandten ausserhalb des eigenen Haushalts erheblich beschränkt, sich an die “Social Distancing” Regeln hält, und in der Öffentlichkeit aus Solidarität und Selbstschutz eine Mund-und Nasen Maske trägt.
    Diese neuen Verhaltensregeln sind mittlerweile Standards geworden – wer hätte am Anfang dieser Pandemie gedacht, sie würde unser Leben so lange so stark beeinflussen.
  2. Ein weiterer Teil der Bevölkerung, nimmt die Lage ebenfalls (noch) ernst, beginnt jedoch sich Fragen zu stellen wie “Bringen all die Maßnahmen wirklich etwas? Muss ich wirklich so dermaßen vorsichtig sein?” Dieser Teil nimmt einige Aufforderung von Behörden nicht mehr so ernst und lockert still und heimlich die Sicherheitsvorkehrungen, indem es Kontakte ausserhalb des eigenen Haushalts zulässt solange nicht zuviele Menschen auf einmal zusammenkommen.
  3. Ein weiterer (erschreckend großer) Teil der Bevölkerung glaubt doch tatsächlich, hinter dem Virus stecke eine Verschwörungstheorie. Das Virus sei nicht ernster zu nehmen als eine normale Grippe (oder würde gar nicht existieren), und die Aufforderung des Social Distancings und des Tragens von Masken sei eine verfassungswidrige Schikane der Regierung.
    Zuletzt sah man in Deutschland eine solche Gruppe bei dem Versuch den Bundestag zu stürmen, oder etwa in den USA das Kapitol.

Was hat dies mit dem Thema des Gemeinschaftsentzugs bei Zeugen Jehovas zu tun?

Es geht mir dabei um die Frage der Konformität an ethische, moralische und spirituelle Standards denen sich Zeugen Jehovas selbst verschrieben haben. Das gemeinsame Bemühen diesen hohen Standards gerecht zu werden, vereint Zeugen Jehovas.

Diese Standards sind durchaus mit Einschränkungen verbunden, insbesondere in Relation zu der “Freiheit” die Menschen im Allgemeinen genießen. Es kommt vor dass einige Mitglieder der Zeugen Jehovas ihre Meinung im Laufe der Zeit ändern, und diese Standards nicht länger erfüllen wollen. Dabei begehen sie nicht unbedingt eine der (nach biblischem Maßstab) verwerflichen Sünden, wie sie in 1. Korinther 6:9,10 beschrieben werden.

Wenn man die Einheit von Jehovas Zeugen testen möchte, könnte man sich eine Reihe von Fragen überlegen und sie jemandem in der örtlichen Versammlung (in Covid19-Zeiten über Zoom) stellen. Warum erlaubt Gott dies? Was wird er dagegen tun? Was passiert, wenn dies und dass passiert? Warum sagst ihr dass dies wahr ist und das nicht wahr ist? Solche Fragen.
Man merke sich die Antworten, und stelle die gleichen Fragen in einer anderen Versammlung, und dann nochmal in einer anderen Versammlung in einem anderen Land oder gar Kontinent. Was würde dabei herauskommen? Man würde herausfinden dass man tatsächlich hätte überall auf der Welt hingehen und dieselben Antworten bekommen können.

“Natürlich sind sich alle Zeugen Jehovas einig! Jemandem der anderer Meinung ist wird die Gemeinschaft entzogen!” würden diejenigen bemerken die Zeugen Jehovas nicht sonderlich mögen.
Dies allerdings, ist ein billiges Argument, um die Kritik zu befeuern dass Zeugen Jehovas “gleichgeschaltet” wären – als ob man sie unter Sanktionen zur Einheit “zwingen” würde!

Sicher, es macht keinen Spaß ausgeschlossen zu werden, und einige Kritiker behaupten, dass dazu nicht viel nötig sei. Es würde reichen einfach mit etwas nicht einverstanden zu sein, und schwubs will kein Glaubensbruder mehr etwas mit einem zu tun haben!
Fast wie in dieser Szene aus dem Archipel Gulag: die Geschichte eines KPdSU-Provinzparteitags im Jahr 1937, auf dem eine halbe Ewigkeit lang niemand mit dem Klatschen aufhört, bis es dem Direktor der örtlichen Papierfabrik zu dumm wird: Er beendet die Akklamation und lässt sich, nachdem er dem Genossen Stalin seinem Gefühl nach ohnehin ausgedehnt gehuldigt hat, in seinen Sessel sinken. Die Folgen: Verdammung zu zehn Jahren Arbeitslager.

Tatsächlich ist es jedoch schwierig, ausgeschlossen zu werden, nur weil man mit etwas nicht einverstanden ist. Man muss schon bewusst mehrere Schritte unternehmen.
Man müsste Vertreter der Leitenden Körperschaft sowie Versammlungsälteste beharrlich und öffentlich herauszufordern und herb kritisieren – dann würde es schlussendlich sicher zu einem Ausschluss kommen. Tatsächlich tun das verhältnismäßig wenige.
(Diejenigen die es tun, tun sich nachher gerne mit anderen, die das gleiche getan oder tun wollen zusammen – dann sind es wieder viele, und bilden so etwas wie eine Anti-JZ-Religion – Kritik an deren Kritik ist dort mindestens genauso unerwünscht).

Es gibt Zeugen Jehovas die einfach aufhören am Versammlungsaktivitäten teilzunehmen. Kritiker tun allerdings oft so als wären Älteste entschlossen, solche Personen zu erwischen und zu bestrafen – dem ist aber nicht so. Die Vorkehrung des Gemeinschaftsentzug besteht nur, um eine hartnäckige, gegnerische Person (oder eine Person, die absichtlich und beharrlich gegen moralische Grundsätze des Glaubens verstößt – darum geht es in diesem Artikel aber nicht) von der Gemeinde zu trennen.

Wenn eine solche Person, von sich aus, sich von der Versammlung trennt, ist diese Maßnahme nicht erforderlich, und niemand verbringt Zeit damit die Idee eines Ausschlussverfahrens in solchen Fällen zu verfolgen. Seltene Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Fährt man im Bus und mag nicht, wohin der Bus fährt, kann man ohne weiteres aussteigen. Oder aber, man bleibt im Bus und vertraut dem Busfahrer dass er schon weiß wohin es geht. Man mag sich manchmal verwirrt fragen: wo sind wir jetzt überhaupt? Den Sitznachbarn oder sogar den Busfahrer zu fragen mag in einem solchen Fall Erleichterung verschaffen. Dafür wird man sicherlich nicht aus dem Bus geworfen.

Wenn Sie dem Busfahrer während der Fahrt ins Lenkrad greifen ändert sich die Sache!

Aber wenn Sie dem Busfahrer während der Fahrt ins Lenkrad greifen ändert sich die Sache! Die Passagiere zu belästigen, oder in Aufruhr zu versetzen so dass es gefährlich wird, könnte ebenfalls einen Rausschmiss zur Folge haben.

Nicht alle Zeugen Jehovas stehen heute zu 100% hinter dem Programm. Viele sind verwirrt über diesen oder jenen Aspekt der Theokratie und unterhalten möglicherweise ihre eigenen Lieblingsideen darüber, wie mehr davon, weniger davon, eine Änderung dieser Taktik usw. von Vorteil wäre. Einige machen Vorschläge per Brief oder sprechen über Bedenken mit reisenden Aufsehern.

Daran ist nichts Neues, Erderschütterndes oder Unnatürliches. Es gab immer solche mit Vorschlägen und Zweifeln, heute sowie unter Christen im ersten Jahrhundert. 

“Und seid weiter barmherzig mit denen, die Zweifel haben.”

Judas 22

Letztendlich erkennen wir jedoch, dass die Last der theokratischen Führung nicht bei uns liegt, sondern bei einem nichtdemokratischen Kanal, den Gott bereitgestellt hat, welcher zugegebenermaßen nicht vollkommen ist.

Wir sind nicht anmaßend. Wir arbeiten so gut wir können zusammen. Sowohl die Idee einer zentralen Leitenden Körperschaft, als auch die Ablehnung derjenigen innerhalb der Gemeinschaft die sich vehement widersetzen, sehen Zeugen Jehovas fest in der Schrift verwurzelt, also halten wir uns daran.

Das Gesamtbild in Bezug auf das Gemeinschaftsentzug muss sicherlich Folgendes umfassen:
Jehovas Zeugen genießen eine beispiellose Brüderlichkeit und spirituelle Kultur. Wenn ich weiß, dass jemand ein aktiver Zeuge Jehovas ist, kann ich meine Brieftasche bei dieser Person lassen. Und meine Schlüssel. Und wenn nötig, meine Familie. Ich muss die Person nicht kennen, und zwar unabhängig wo auf der Erde ich mich gerade befinde. Rasse, Nationalität, säkulare Bildung, soziales und wirtschaftliches Ansehen spielen für Zeugen Jehovas eine sehr untergeordnete Rolle, obwohl diese Umstände die meisten Menschen effektiv spalten.
Wenn zwischen Nationen ein Krieg ausbricht, hat dies keinen Einfluss darauf, wie ansässige Zeugen Jehovas diejenigen aus der anderen Nation sehen. Gleiches gilt für Völkermorde. Zeugen Jehovas halten zusammen, ungeachtet der äusseren Umstände.

Soll das heißen, dass es unter anderen Personengruppen keine anständigen Menschen gibt, ob nun religiös oder nicht-religiös? Natürlich nicht. Menschen von Integrität sind überall zu finden. Aber gibt es Gruppen, in denen die bloße Mitgliedschaft in dieser Gruppe eine solche Integrität praktisch garantiert? Nein. Sicherlich gibt es auch hier einige mir unbekannte Ausnahmen, aber im Allgemeinen nein.

Diese Art von Einheit mag einigen suspekt erscheinen. Es hat weder etwas mit Gehirnwäsche zu tun, noch mit Landru.

Die Analogie der Bibel ist die des menschlichen Körpers, dessen Mitglieder nicht unähnlicher sein könnten und dennoch nahtlos zum Wohl des gesamten Körpers zusammenarbeiten können (Röm. 12:4-8; 1. Kor. 12:12-27; Eph. 4:16). So ist es heute mit den Zeugen Jehovas. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein in ihrem Wesen, Hintergrund und Talent (abgesehen von den bereits erwähnten Faktoren), aber sie genießen eine unerschütterliche Einheit. Gottes Geist macht es möglich.

Für Zeugen Jehovas ist es sehr wichtig diese Einheit zu schützen. Wenn eine Person die Grundsätze der Zeugen Jehovas verlässt, beginnt sie unweigerlich die Denkweise zu verlieren, die eine solche Einheit ermöglicht. Einige scheinen diese sofort zu verlieren. Häufiger ist es jedoch ein schleichender Prozess. 
Es erklärt aber, wieso man von vielen Ausgeschlossenen hört, dass sie kurz nachdem man ihnen die Gemeinschaft entzogen hat, in Depression verfallen. Von dieser Einheit getrennt zu werden nimmt einem Glied die Lebenskraft. Das tut weh, und ist nicht schön! Komischerweise fragt in diesem Fall kaum jemand den Körper, wie es ihm dabei geht. Er hat natürlich den Vorteil mit allen anderen weiter geeint zu sein, aber ihm fehlt ein wertvolles Glied – auch das schmerzt.

Es gibt einen Preis für eine solche Einheit. Die meisten Zeugen Jehovas zahlen diesen Preis gerne. Für einige ehemalige Mitglieder ist er inakzeptabel. Der Preis ist: die Bereitschaft Autorität nachzugeben, die Bereitschaft unsere persönlichen Freiheiten nicht über alles zu stellen, die Bereitschaft zusammenzuarbeiten und nicht auf unsere eigene Sichtweise zu bestehen. Die Bereitschaft sich an die Anfangs erwähnten Standards zu halten.

Dabei handelt es sich sicher nicht um “westliche” Werte. Unserer “zivilisierten” und “freien” Gesellschaft haben diese “westlichen” Werte nicht geholfen. Aufgrund dieser Werte (oder zumindestens der individuellen Interpretation dieser Werte), sehen wir die Auswirkungen die wir heute beobachten. Die Covid-19 Pandemie hat dies nur noch sichtbarer gemacht.

Vielleicht erklärt dies sogar die Tatsache, dass fernöstliche Länder wie China, Indien und sogar Teile Südamerikas besser mit der Corona-Pandemie klarkommen wie wir es in West-Europa und Amerika tun. Sie haben nicht die Fähigkeit verloren, Autorität zu respektieren (zugegeben, meistens haben sie keine andere Wahl) und zusammenzuarbeiten, während bei uns die westliche Gesellschaft gespaltener denn je ist, sich gegenseitig beschimpft und es bevorzugen zu protestieren als sich an gut gemeinte aber einschränkende Richtlinien zu halten.

Denn die Menschen werden sich selbst und das Geld lieben. Sie werden angeberisch und überheblich sein,… undankbar … und nicht loyal. Sie werden … nicht kompromissbereit [sein], verleumderisch, unbeherrscht und brutal und werden das Gute nicht lieben. Sie werden Verräter sein, eigensinnig, aufgeblasen vor Stolz und werden das Vergnügen lieben ….

2 Tim 3:2-4

4 Gedanken zu “Der Gemeinschaftsenzug (2)

  1. Danke für den Beitrag. Die Einheit bei ZJ ist tatsächlich eine hervorstechende Eigenschaft. Ich habe mich beim Lesen an das erinnert gefühlt, was Jesus sagte: Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. Joh 13:35

  2. Danke für den Gedanken , dass wir durch die rigide Haltung bei Ausschlüssen einen „Qualitätsstandard‘ halten und somit weltweit allen ZJ trauen können (theoretisch).

    Vielen Dank für diesen tollen Blog.
    Habe am We Sa Nachmittagsprogramm des Kongresses geschaut u letzte Aufgabe fand ich mindblowing, da sich (glaube ich zumindest) noch nie so eindringlich mit Abtrünnigen beschäftigt wurde u immer einfach geraten wurde, nicht hin zu hören.
    Habe mit meiner Frau darüber gesprochen u meinte es wäre doch viel besser (wie es Journalisten bei Fake News machen) eine offizielle Infoseite mit Fake News von Abtrünnigen u Gegendarstellung zu machen.
    2 Tage später habe ich deinen Blog entdeckt, der für mich eine wichtige Lücke schließt. Vielen Dank dafür, leider fehlt einfach der offene Umgang mit Kritik bei uns, hoffe das ändert sich langsam, wie der besagte Vortrag vielleicht hoffen lässt

    • „Habe am We Sa Nachmittagsprogramm des Kongresses geschaut u letzte Aufgabe fand ich mindblowing, da sich (glaube ich zumindest) noch nie so eindringlich mit Abtrünnigen beschäftigt wurde u immer einfach geraten wurde, nicht hin zu hören.“

      Es wird doch immer noch geraten, „nicht hin zu hören“. Bruder Splain hat sich nicht „eindringlich mit Abtrünnigen beschäftigt“ (aus guten Gründen).

      „Habe mit meiner Frau darüber gesprochen u meinte es wäre doch viel besser (wie es Journalisten bei Fake News machen) eine offizielle Infoseite mit Fake News von Abtrünnigen u Gegendarstellung zu machen.“

      Das ist eine schlechte Idee, weil dem dann Abtrünnigen eine Art „Legitimation“ ermöglicht wird. Das wäre so, als ob Wissenschaftler eine Debatte mit einem Flacherdler hätten. Der Flacherdler würde zwar natürlich verlieren, aber er kann nachher behaupten: „Seht, ich hatte eine Debatte mit echten Wissenschaftlern. Nehmt mich ernst!“ Es besteht – genau wie bei solchen Verschwörungstheoretikern – auch gar keine Notwendigkeit, Argumente, die Abtrünnige benutzen, zu entkräften.

      „2 Tage später habe ich deinen Blog entdeckt, der für mich eine wichtige Lücke schließt.“

      Dieser Blog schließt diese Lücke nicht. Es wurden hier nämlich nie Abtrünnige zitiert. Die entkräfteten Argumente hier stammen nur von andersgläubigen Kritikern, die nie Zeugen Jehovas waren, sind also völlig legitim.

      „Vielen Dank dafür, leider fehlt einfach der offene Umgang mit Kritik bei uns, hoffe das ändert sich langsam, wie der besagte Vortrag vielleicht hoffen lässt“

      Nein, der Vortrag lässt das nicht „hoffen“. Kritik von Leuten, die nie Zeugen Jehovas waren, ist da etwas völlig anderes.

      • Vielen Dank Lars und Wanderfuchs für eure Kommentare. Ich habe mir die Ansprache ebenfalls angeschaut, und bestätige die Ansicht, dass Bruder Splain hier niemanden ermutigt sich mit Gedanken von Abtrünnigen auseinanderzusetzen, auch wenn man dabei die noble Absicht hat diese zu entkräften.

        Die Gefahr ist einfach zu groß in dem Sog von halbwahrer Kritik unterzugehen, und schlussendlich im Glauben Schiffbruch zu erleiden.
        Die Gesellschaft muss manchmal solch unangebrachtener Kritik entgegenwirken, indem sie beispielsweise Verleumdungsklagen einreicht. So zum Beispiel ging sie kürzlich in Frankfurt gegen die Antikult-Bewegung FECRIS vor, und konnte vor Gericht erwirken, dass Lügen-Berichte nicht weitere Verbreitung in öffentlichen Medien finden (zumindest in der EU).

        In diesem Blog gehe ich auch auf diese halbwahren Kritikpunkte ein. Deshalb, weil sie offensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen (das Gericht hat dies ohne Zweifel bestätigt), aber als vollumfängliche Wahrheit verkauft werden. Werden diese Kritikpunkte von Abtrünnigen benutzt? Zweifellos.

        Werde ich in diesem Blog auf alle Kritikpunkte eingehen, die man uns entgegenbringt? Nein, wobei ich dennoch versuche die größten Kritikpunkte abzudecken (momentan sind das Kindesmissbrauch, Gemeinschaftsentzug, und Ablehnung von allogenen Bluttransfusionen). Ebenso gehe ich auf unsere (von außen betrachtet) „Sonderlehren“ ein.

        Ich will niemanden zum Straucheln bringen, und kann nur davon abraten sich mit Webseiten zu beschäftigen die einseitig kritisch über uns berichten. Deswegen verlinke ich solche Webseiten hier mit absoluter Absicht nicht. Jene Webseiten sind höchst manipulativ, und sich damit zu befassend ist weder erbauend im Glauben, noch tun wir anderen etwas Gutes damit (Römer 15:1-3).

        Eine offizielle “Fakenews”-Seite würde arglose Glaubensbrüder- und -schwestern nur ermutigen sich die “Fake”-Berichte anzuschauen, da es das Schreibkomitee ja offensichtlich auch tut (was sie nicht tun).

        Ich gehe aber gerne auf Glaubensunterschiede ein, sowie auf Medienberichte, solange diese die öffentliche Meinung wiedergeben. Der Großteil der Medienlandschaft ist nun mal geprägt von religiös anarchistischen Ideologien, mit liberal geprägter Agenda. Ebenso ist Sensationalismus der beste Weg Zuschauer oder Leser anzuziehen. Wir sind da ein leichtes Ziel, da nichts sensationeller ist als das, was der allgemein aufgefassten Norm widerspricht. “Skandale” bei Zeugen Jehovas lenken schön ab von eigentlichen gesellschaftlichen Problemen. Man zeigt lieber auf andere als sich an der eigenen Nase zu fassen. Es lohnt sich tiefgehend mit dem Judas-Brief zu befassen, wenn man all diese Dinge im Sinn hat.

        Es kann vorkommen das jemand unbeabsichtigt etwas liest oder hört, und das bleibt hängen. Ich habe das selbst schon mal miterlebt, und es kann einem wahrhaft schlaflose Nächte bereiten.

        Hütet euch vor Halbwahrheiten – es besteht die Gefahr dass man der falschen Hälfte Glauben schenkt!
        Ich hoffe mit diesem Blog hier dafür einen gewissen Ausgleich zu schaffen.

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